CGMiner 4.13.5. GekkoScience branch

Neues Release der cgminer-gekko v4.13.5 Mining-Software

Kurzfassung: Anlässlich der Auslieferung des neuen GekkoScience Compac A2 hat Kano Ende Oktober 2025 die Version cgminer-gekko v4.13.5 veröffentlicht. Die neue Version unterstützt erstmals den Compac A2 mit Bitmain BM1370 ASIC (7 nm, bis 1 TH/s), behält die volle Kompatibilität zu R909 und Compac F und bringt drei wesentliche Neuerungen mit: per Java-API einstellbare Core-Voltage, automatische Notabschaltung bei Chip-Übertemperatur sowie eine Live-Anzeige von Temperatur und Spannung pro Chip direkt im CGMiner-Terminal. Dieser Artikel erklärt Schritt für Schritt, wie ihr cgminer-gekko v4.13.5 installiert, den Compac A2 konfiguriert und das maximale Tuning aus eurer Hardware herausholt.

Was ist neu in cgminer-gekko v4.13.5?

cgminer-gekko v4.13.5 ist die offizielle Mining-Software für alle USB-Stick- und Pod-Miner von GekkoScience – gepflegt von Kano im Repository https://github.com/kanoi/cgminer. Die Version v4.13.5 wurde direkt für die Markteinführung des Compac A2 entwickelt und löst v4.13.1 (Compac A1) ab.

Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick:

  • Support für den GekkoScience Compac A2 mit Bitmain BM1370 ASIC (Single-Chip, 7 nm).
  • Per-API einstellbare Core-Voltage (CoreV) über das neue Kommando ascset|0,corev,<mV>.
  • Echtzeit-Temperaturschutz: Der Miner stoppt automatisch bei zu hoher Chip-Temperatur und läuft nach Abkühlung selbstständig wieder an.
  • Live-Anzeige der ASIC-Temperatur und der per-Chip-Spannung direkt im CGMiner-Terminal (Beispiel-Ausgabe: 47C 270mV).
  • API-Kommando zeromaxt zum Zurücksetzen des protokollierten Höchsttemperatur-Wertes.
  • --gekko-mine2 wird ignoriert – die optimierte mine2-Engine ist jetzt Standard für alle Gekko-Miner.

Volle Rückwärtskompatibilität: v4.13.5 unterstützt selbstverständlich auch weiterhin Compac A1, Compac F und Terminus R909.

Installation und Update von cgminer-gekko v4.13.5

Die ausführlichen, bebilderten Inbetriebnahme-Anleitungen für jedes Betriebssystem findet ihr in unserem Support-Bereich:

CGMiner Gekkoscience Branch – Git Repository

Das Original-Git-Repository (Master) von Kano findet ihr hier: https://github.com/kanoi/cgminer. Es handelt sich um einen gepflegten Fork des Original-CGMiner von Con Kolivas. Achtet beim Download zwingend auf das offizielle Repository – Forks Dritter (z. B. wareck/cgminer-gekko) enthalten laut Kano Sicherheitsrisiken und sollten gemieden werden.

Build unter Linux / Ubuntu / Raspberry Pi (Update)

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade -y
cd ~/cgminer
git pull
CFLAGS="-O2 -march=native -fcommon" ./autogen.sh --enable-gekko --enable-icarus
make clean
make
sudo apt-get install -y openjdk-8-jre-headless

Neuinstallation unter Linux / Ubuntu / Raspberry Pi

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade -y
sudo apt-get install -y build-essential autoconf automake libtool pkg-config \
  libcurl4-openssl-dev libudev-dev libusb-1.0-0-dev libncurses5-dev zlib1g-dev git
cd ~
git clone https://github.com/kanoi/cgminer.git
cd cgminer
CFLAGS="-O2 -march=native -fcommon" ./autogen.sh --enable-gekko --enable-icarus
make
sudo apt-get install -y openjdk-8-jre-headless

Windows 10/11 (32-bit Binary)

Das fertig kompilierte Windows-Binary (v4.13.5) findet ihr direkt bei Kano: https://kano.is/cgminer.php. Auf Windows müsst ihr Zadig für den USB-Treiber des Miners verwenden (Details in der README im CGMiner-Repository).

macOS (Intel & Apple Silicon)

Die Build-Anleitung für macOS (getestet ab Big Sur, sowohl Intel als auch M1/M2/M3) liegt unter https://github.com/kanoi/cgminer/blob/master/mac-build.txt.

CGMiner starten

Linux

./cgminer -o stratum+tcp://stratum.kano.is:3333 -u 1BURGERAXHH6Yi6LRybRJK7ybEm5m5HwTr -p x --suggest-diff 442

oder

./cgminer -c gekko.conf

Windows

cgminer.exe -o stratum+tcp://stratum.kano.is:3333 -u 1BURGERAXHH6Yi6LRybRJK7ybEm5m5HwTr -p x --suggest-diff 442

oder

cgminer.exe -c gekko.conf

macOS

cgminer -o stratum+tcp://stratum.kano.is:3333 -u 1BURGERAXHH6Yi6LRybRJK7ybEm5m5HwTr -p x --suggest-diff 442

oder

cgminer -c gekko.conf

Bitte ersetzt in allen Beispielen 1BURGERAXHH6Yi6LRybRJK7ybEm5m5HwTr durch euren eigenen benutzername.worker auf dem Pool. Wenn ihr Hashrate (oder Bitcoin) an Sidehack (GekkoScience) spenden möchtet, könnt ihr die Adresse 1BURGERAXHH6Yi6LRybRJK7ybEm5m5HwTr natürlich behalten.

Beispiel einer gekko.conf für den Compac A2

{
  "pools" : [
    {
      "url"  : "stratum+tcp://stratum.kano.is:3333",
      "user" : "benutzername.worker",
      "pass" : "x"
    }
  ],
  "gekko-compaca2-start-freq" : "300",
  "gekko-compaca2-freq"       : "300",
  "gekko-compaca2-corev"      : "270",
  "gekko-compaca2-detect"     : true,
  "gekko-r909-freq"           : "450",
  "gekko-r909-detect"         : true,
  "gekko-compacf-freq"        : "400",
  "gekko-compacf-detect"      : true,
  "gekko-tune2"               : "60",
  "suggest-diff"              : "442",
  "failover-only"             : true,
  "api-listen"                : true,
  "api-port"                  : "4028",
  "api-allow"                 : "W:192.168.1.0/24,W:127.0.0.1"
}

Tauscht in dieser Konfigurationsdatei benutzername.worker gegen euren Pool-Account und passt 192.168.1.0/24 an euer lokales Netz an. Wenn ihr mehrere CGMiner-Instanzen auf demselben Computer betreibt, vergebt für jede Instanz einen eigenen API-Port (4028, 4029, …).

Frequenz- und Spannungs-Einstellungen für den Compac A2

Standard-Einstellungen für die einzelnen Gekko-Miner in v4.13.5:

MinerStart-FrequenzFrequenzCore-Voltage
Compac A2 (NEU)300 MHz300 MHz270 mV
Compac F200 MHz200 MHz
Terminus R909400 MHz450 MHz(Poti, ~4,6 V)

Wenn ihr mehrere unterschiedliche Gekko-Miner gleichzeitig an einer CGMiner-Instanz betreibt, lassen sich die Frequenzeinstellungen kombinieren:

--gekko-compaca2-freq 300 --gekko-compacf-freq 400 --gekko-r909-freq 450

Über --gekko-compaca2-detect, --gekko-compacf-detect und --gekko-r909-detect wählt ihr, welche Miner CGMiner aktiv erkennen soll. Gebt ihr keine *-detect-Option an, werden automatisch alle verfügbaren Gekko-Miner verwendet.

Über die Seriennummer könnt ihr gezielt einzelne Miner anwählen:

--gekko-serial GS-10000001,GS-10000002

Die Option --gekko-tune2 60 reaktiviert die automatische Frequenz-Rekalibrierung, wenn ein Miner durch geänderte Umgebungsbedingungen (z. B. bessere Kühlung) wieder höhere Frequenzen erreichen kann. Der Wert 60 bedeutet „einmal pro 60 Minuten prüfen“; gültiger Bereich: 30–9999 Minuten. Standard: aus.

Erste Tuning-Schritte für den Compac A2

Der Compac A2 läuft ab Werk stabil mit 300 MHz / 270 mV ≈ 600 GH/s @ ~10 W (Eco-Mode). Wer mehr Hashrate möchte, geht so vor:

  1. Frequenz in 25-MHz-Schritten erhöhen, solange die Hashrate sauber mitwächst.
  2. Falls die Hashrate stagniert oder einbricht: Core-Voltage in 5-mV-Schritten anheben (Maximum: ca. 300 mV).
  3. Frequenz erneut in 25-MHz-Schritten erhöhen.
  4. Chip-Temperatur im Auge behalten – sie sollte ca. 70 °C nicht dauerhaft überschreiten.
  5. Wenn die nächste CoreV-Stufe keine Verbesserung bringt oder die Temperatur zu hoch wird: einen Schritt zurück. Damit habt ihr das Optimum eures Exemplars gefunden.

Typische Betriebspunkte für den Compac A2:

Ziel-HashrateTaktrateCore-VoltageLeistungUse-Case
~600 GH/s~300 MHz250 mV~10 WLeiser, sparsamer 24/7-Solo-Lottery-Betrieb
~800 GH/s400 MHz270 mV13–14 WWerks-Setting, sicher und stabil
~1 TH/s500 MHz300 mV16–17 WMaximale Hashrate für Solo-Mining

Faustregel: Hashrate (GH/s) ≈ 2 × Taktrate (MHz).

Tuning-Optionen über die API (Java)

Sämtliche Tuning-Möglichkeiten des Compac A2 werden über die CGMiner Java-API gesteuert. Damit lassen sich auch komplexe, sensor- oder ereignisgesteuerte Setups realisieren – z. B. die Kopplung an eine PV-Anlage oder eine Hausautomatisierung, die nicht zwingend auf demselben Controller wie CGMiner laufen muss.

API aktivieren

--api-listen --api-allow "W:192.168.1.0/24,W:127.0.0.1"

127.0.0.1 ist die Loopback-Adresse des Controllers selbst, auf dem CGMiner läuft. Passt 192.168.1.0/24 an euer lokales Netz an. Wenn die API erfolgreich startet, erscheint:

API running in IP access mode on port 4028 (10)

Standardport ist 4028. Bei mehreren CGMiner-Instanzen auf einem Host braucht jede Instanz einen eigenen Port:

--api-listen --api-allow "W:192.168.1.0/24,W:127.0.0.1" --api-port 4029

Für die Nutzung der API benötigt ihr eine Java-Installation auf dem zugreifenden Rechner. Die oben genannten Build-Anweisungen für Linux installieren Java bereits mit.

Statistiken auslesen

java API estats minerIP

Beispiel von einem Gerät:

[STATS]       => 0
[Serial]      => GS-10008000
[WaitFactor0] => 0.500000
[WaitFactor]  => 2.000000
[Jobs]        => 10081/12972/12980/12972/12980
[JobsAvgms]   => 4.62/4.63/4.62/4.63/4.62

Greift ihr von localhost zu, könnt ihr die IP weglassen:

java API estats

NEU in v4.13.5: Core-Voltage per API setzen

java API "ascset|0,corev,250" minerIP

Gültiger Bereich: 0 mV bis 500 mV. Empfehlung von Kano: nicht über 270 mV. Sinnvoll sind 250–270 mV je nach Tuning-Ziel und Temperatur.

NEU in v4.13.5: Höchsttemperatur zurücksetzen

Der Compac A2 protokolliert intern die höchste je gemessene Chip-Temperatur und den Zeitpunkt. Über die API könnt ihr diesen Wert zurücksetzen:

java API "ascset|0,zeromaxt" minerIP

Frequenz für alle Chips setzen (z. B. 400 MHz)

java API "ascset|0,freq,400" minerIP

Ist die Frequenz nicht gesperrt, greift der Plateau-Code und versucht, das Optimum automatisch zu finden. Hinweis Compac A2: Da der A2 nur einen ASIC (BM1370) hat, ist die Per-Chip-Adressierung (ascset|0,chip,0:410) bei diesem Miner nicht relevant – diese Option ist weiterhin für R909 und Compac F gedacht.

Frequenzen sperren / entsperren

java API "ascset|0,lockfreq"   minerIP
java API "ascset|0,unlockfreq" minerIP

CGMiner ändert dann die aktuell gesetzten Frequenzen nicht mehr automatisch. Reagiert ein ASIC nicht mehr (Zombie), wird die Sperre automatisch aufgehoben und der Miner zurückgesetzt.

Reset bei zu niedriger Hashrate

java API "ascset|0,require,0.65" minerIP

Standardmäßig wird der Miner zurückgesetzt, wenn die aktuelle Hashrate dauerhaft unter 65 % der erwarteten Hashrate fällt. Gültiger Bereich: 0,0 bis 0,8. 0,0 deaktiviert das automatische Reset.

Wait-Factor (nur R909 / Compac F)

java API "ascset|0,waitfactor,0.6" minerIP

Steuert, wie oft Arbeitspakete an den Miner gesendet werden. Bereich: 0,01 bis 2,0. Defaults: 0,5 (Linux), 0,4 (Windows), 0,3 (Mac). Beim Compac A2 ist diese Justage nicht nötig.

USB-Propagation-Zeit (nur R909 / Compac F)

java API "ascset|0,usbprop,800" minerIP

Bereich: 200–1000 µs. Standard: 1000 µs. Niedrigere Werte erhöhen die CPU-Auslastung.

Reset eines Miners

java API "ascset|0,reset" minerIP

Bei mehreren Minern an einer CGMiner-Instanz ersetzt die 0 durch die [STATS]-Nummer des gewünschten Miners aus dem estats-Output (nicht durch die [ID]-Nummer – die beiden sind oft, aber nicht immer identisch).

Was unterscheidet die Software für Compac A2 von der für Compac A1?

Software-FeatureCompac A1 (cgminer-gekko v4.13.1)Compac A2 (cgminer-gekko v4.13.5)
ASIC2× BM13621× BM1370 (7 nm, wie Bitaxe Gamma)
Default Frequenz300 MHz300 MHz
Default Core-Voltage300 mV270 mV
Core-Voltage per API einstellbarneinja (ascset corev)
Chip-Temperatur-Schutz (Auto-Stop bei Übertemp.)eingeschränktja
Live-Anzeige Temp + Spannung im Terminaleingeschränktja (z. B. 47C 270mV)
zeromaxt (Höchsttemp.-Reset per API)neinja
PWM-Lüftersteuerung (Icepac)neinja (über API)
--gekko-mine2OptionalIgnoriert (mine2 ist Default)

Web-Dashboard mit miner.php

Im CGMiner-Verzeichnis liegt eine fertige PHP-Datei miner.php, mit der ihr eure Miner-Statistiken bequem im Browser anschauen könnt. Auf Ubuntu/Raspberry Pi reicht:

sudo apt install apache2 php
sudo cp -v miner.php /var/www/html/

Konfiguration in /var/www/html/myminer.php:

<?php
$rigs = array('192.168.0.10:4028:CompacA2');
$readonly = true;
$allowgen = true;
$rigbuttons = false;
$rigipsecurity = false;
$customsummarypages = array('Gekko' => 1, 'GekkoChips' => 1);
?>

Aufruf: http://192.168.0.X/miner.php.

Warnung vor inoffiziellen CGMiner-Forks

Kano warnt ausdrücklich vor folgenden Repositories – sie enthalten Sicherheitsrisiken, einen Solo-Mining-Bug, der Coins an fremde Adressen senden kann, und unbekannte Patches:

  • NICHT verwenden: https://github.com/wareck/cgminer-gekko
  • NICHT verwenden: https://github.com/W1T3H4T/cgminer-Raspi/

Nutzt ausschließlich das offizielle Repository https://github.com/kanoi/cgminer oder die offiziellen Windows-Binaries unter https://kano.is/cgminer.php.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu cgminer-gekko v4.13.5 und dem Compac A2

Häufige Fragen

Was ist cgminer-gekko v4.13.5?

cgminer-gekko v4.13.5 ist die offizielle Mining-Software für alle GekkoScience-Miner, gepflegt von Kano im Repository https://github.com/kanoi/cgminer. Die Version v4.13.5 wurde im Mai 2026 veröffentlicht und fügt erstmals die Unterstützung für den neuen GekkoScience Compac A2 USB-Stick Miner mit Bitmain-BM1370-ASIC hinzu.

Welche Miner werden von cgminer-gekko v4.13.5 unterstützt?

cgminer-gekko v4.13.5 unterstützt alle aktuellen GekkoScience-Miner: den neuen Compac A2, den Compac A1, den Compac F sowie den Pod Miner Terminus R909. Die volle Rückwärtskompatibilität zu älteren Miner-Generationen bleibt erhalten.

Wo finde ich die offiziellen Binaries und den Quellcode?

Den Quellcode pflegt Kano unter https://github.com/kanoi/cgminer. Vorkompilierte Windows-Binaries (32-bit) findet ihr auf https://kano.is/cgminer.php. Auf Linux, Raspberry Pi und macOS wird CGMiner direkt aus dem Quellcode gebaut – die Schritte stehen in diesem Artikel und in den Inbetriebnahme-Anleitungen bei bitshopper.de.

Was ist neu in cgminer v4.13.5 gegenüber v4.13.1?

Drei Dinge: Erstens Support für den Compac A2 mit BM1370-ASIC. Zweitens die Möglichkeit, die Core-Voltage des A2 per Java-API zu setzen (ascset|0,corev,<mV>). Drittens ein automatischer Chip-Temperaturschutz mit Live-Anzeige der ASIC-Temperatur und der per-Chip-Spannung direkt im CGMiner-Terminal. Außerdem ist die mine2-Engine jetzt Standard und --gekko-mine2 wird ignoriert.

Wie konfiguriere ich den Compac A2 in der gekko.conf?

Tragt in eure gekko.conf die Standard-Werte ein: "gekko-compaca2-start-freq": "300", "gekko-compaca2-freq": "300", "gekko-compaca2-corev": "270" und "gekko-compaca2-detect": true. Damit läuft der A2 stabil bei rund 600 GH/s und etwa 10 W. Das vollständige Beispiel findet ihr im Artikel oben.

Welche Core-Voltage sollte ich für den Compac A2 einstellen?

Die Werks-Einstellung von 270 mV ist sicher und stabil. Kano empfiehlt ausdrücklich, nicht über 270 mV zu gehen. Im sparsamen Eco-Modus reichen oft 250 mV bei 300 MHz für 600 GH/s. Für Overclocking auf 1 TH/s sind 270–300 mV bei 500 MHz möglich – haltet die Chip-Temperatur dabei unter ca. 70 °C.

Wie setze ich die Core-Voltage des Compac A2 über die API?

Mit dem neuen API-Kommando: java API "ascset|0,corev,250" minerIP. Der gültige Bereich ist 0–500 mV, sinnvoll sind Werte zwischen 250 und 270 mV. Bei mehreren Minern an derselben CGMiner-Instanz ersetzt ihr 0 durch die [STATS]-Nummer aus dem estats-Output.

Schaltet sich der Compac A2 bei Übertemperatur ab?

Ja. Der Compac A2 überwacht ab Werk seine ASIC-Temperatur. Übersteigt sie eine kritische Schwelle, stoppt CGMiner den Miner automatisch und startet ihn neu, sobald der Chip wieder abgekühlt ist. Im Terminal seht ihr die aktuelle Temperatur und Spannung pro Chip (z. B. 47C 270mV).

Wie lautet die Faustregel für die Hashrate des Compac A2?

Hashrate (GH/s) ≈ 2 × Taktrate (MHz). 300 MHz ergeben also rund 600 GH/s, 400 MHz rund 800 GH/s, 500 MHz rund 1.000 GH/s (= 1 TH/s).

Brauche ich einen aktiven USB-Hub für den Compac A2?

Ja, dringend. Bei voller Leistung zieht der Compac A2 bis zu 17 W – das überschreitet die Belastbarkeit eines regulären USB-Ports und kann diesen beschädigen. Verwendet einen aktiven USB-Hub mit eigenem Netzteil (5 V, 2–4 A pro Port), z. B. den GekkoScience 7-Port USB-Hub.

Was ist der Unterschied zwischen Compac A1 und Compac A2?

Der Compac A2 nutzt einen einzelnen Bitmain BM1370 ASIC (7 nm, derselbe Chip wie im Bitaxe Gamma) statt zwei BM1362. Dadurch erreicht er bis zu 1 TH/s statt 350–500 GH/s und ist mit ca. 16–17 W/TH fast doppelt so effizient wie der A1 (~30 W/TH). Außerdem ist die Core-Voltage per Software (statt fest verlötet) einstellbar und der mitgelieferte Icepac-Lüfter ist PWM-geregelt und direkt über die API ansteuerbar.

Funktioniert cgminer-gekko v4.13.5 auch auf dem Raspberry Pi?

Ja. CGMiner läuft sowohl auf x86-Linux als auch auf ARM-Linux, also auf jedem Raspberry Pi ab Modell 3. Wichtig: Der A2 darf nicht direkt am Pi-USB-Port hängen – verwendet einen aktiven USB-Hub mit eigenem Netzteil.

Wie aktualisiere ich von v4.13.1 auf cgminer v4.13.5?

Auf Linux/Raspberry Pi reicht ein git pull im CGMiner-Verzeichnis, gefolgt von make clean && make. Unter Windows ladet ihr das aktuelle Binary von https://kano.is/cgminer.php. Unter macOS folgt ihr der Build-Anleitung https://github.com/kanoi/cgminer/blob/master/mac-build.txt.

Gibt es deutschsprachigen Support für den Compac A2?

Ja. bitshopper.de bietet deutschsprachigen Kundenservice per E-Mail (info@bitshopper.de) und Telefon (+49 179 9754353), bebilderte Inbetriebnahme-Anleitungen für Windows, Linux/Raspberry Pi und macOS sowie Versand aus Deutschland.

Welche CGMiner-Forks sollte ich meiden?

Kano warnt ausdrücklich vor https://github.com/wareck/cgminer-gekko und https://github.com/W1T3H4T/cgminer-Raspi/. Beide enthalten unbekannte Patches, Sicherheitsrisiken und einen Solo-Mining-Bug, der Coins an fremde Adressen senden kann. Verwendet ausschließlich https://github.com/kanoi/cgminer.

Quellen: